Aktuelles

Der Beirat der Frauenarbeit der EVLKS gratuliert der Landesleiterin Kathrin Pflicke


Das Präsidium der Ev. Frauen in Deutschland gratulierte seinem neuen Mitglied Kathrin Pflicke mit einem Fleurop-Blumenstrauß

Wir gratulieren Kathrin Pflicke – Landesleiterin der Kirchlichen Frauenarbeit in Sachsen – zur Berufung in das Präsidium des Dachverbandes Evangelischer Frauen in Deutschland. Sie wird besonders die Stimme evangelischer Frauen aus Ostdeutschland repräsentieren und unsere Themen und Schwerpunkte einbringen, wenn es darum geht, öffentlich als Frauen in unseren Kirchen und unserer Gesellschaft sicht- und hörbar zu sein.
Als Beirat der Frauenarbeit der EVLKS wünschen wir Kathrin für ihr Engagement innere Kraft und Stärke, Gottes Weisheit begleite sie. Herz und Verstand, Mut und Phantasie mögen bei ihr sein, um im Rahmen des Dachverbandes gut vernetzt und kreativ zusammen zu arbeiten.
Wir grüßen Kathrin mit einem Bibelvers aus dem Buch der Sprüche im 3. Kapitel:
"Verlass dich auf Gott von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an den Ewigen auf allen deinen Wegen, so wird Gott dich recht führen"
(Sprüche 3, 5+6).

Pfrn. Annette Kalettka | Vorsitzende des Beirates mit allen Mitgliedern


Unser Jahresthema 2021

„Richterinnen – Prophetinnen – Kriegerinnen“

Mit unserem Jahresthema 2021 nehmen wir Frauengestalten des Ersten Testamentes in den Blick, die mit politischem Können, Weitblick und Mut handelten und auf diese Weise an der Erfüllung göttlicher Verheißung partizipieren. 

Frauen mit gehobenem sozialen Status – wohlhabende Witwen, Königinnen und Erzmütter, weise Frauen und Prophetinnen – spielten für die Zukunft des Gottesvolkes eine ebenso entscheidende Rolle wie ihre Ehemänner, Väter oder Brüder. Sie waren nicht nur durch ihre biologische Fähigkeit, Kinder zu gebären, Garantinnen für den Fortbestand des Gottesvolkes und genealogischer Linien, sondern ebenso durch kluge Heirats- und Familienpolitik.

Ohne Sara oder Rebekka hätten sich die göttlichen Verheißungen von Volk und Land nicht erfüllt. Michal, Abigajil oder Batseba spielen eine entscheidende Rolle in der Begründung einer Dynastie. Die Prophetin Debora erweist sich als weise Schlachtplanerin und Friedensstifterin.

Wir laden Sie ein zu gemeinsamer Spurensuche und Auseinandersetzung mit Texten aus dem Ersten Testament.

Dr. Peggy Renger-Berka | Theologische Referentin| Foto: cottonbro/pexels.com


Das Jahresprogramm 2021

Das Jahresprogramm 2021 liegt in gedruckter Version vor – Sie können es über die Frauenarbeit beziehen, falls es nicht bei Ihnen nicht per Post eintrifft. 

Printversion | PDF

Auch im Internet sind jetzt alle Termine eingetragen – Anmeldungen sind ab sofort möglich.

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FrauenLebenDemokratie

Ohne Leerzeichen fügen sich die Worte aneinander: FrauenLebenDemokratie. Das aktuelle Projekt der Frauenarbeit der EVLKS wird vom Freistaat Sachsen über die Richtlinie Revolution und Demokratie im Zeitraum Juli bis Dezember gefördert. Ziel des Projektes ist es, Frauen aktiv zur politischen Teilhabe und Mitgestaltung aufzufordern. Dafür erscheint es uns dringend notwendig, die Wirkungsfelder und konkreten Handlungskompetenzen von Frauen vor allem in der jüngeren Zeitgeschichte zu zeigen: im Prozess der Friedlichen Revolution 1989/1990, in den vergangenen 30 Jahren und heute.

Wir haben uns überlegt, wie das gelingen kann. Die beispielhafte Kenntnis von Lebensläufen von Frauen, in denen die Überwindung politischer, struktureller und persönlicher Schwierigkeiten thematisiert und nachvollziehbar wird, bietet nicht nur Frauen aller Generationen neue oder verstärkende Impulse für ihre persönliche Entwicklung.

Die Frauenarbeit der EVLKS sieht sich in der Verantwortung, gesellschaftliche Diskurse politisch relevant zu machen und diese für ihre Zielgruppe angemessen zu multiplizieren. Deshalb schaffen wir in diesem Projekt Kommunikationsräume für Gespräche, in denen Frauen einander erzählen und einander zuhören. In Interviews und in der Biografiearbeit reflektieren Frauen ihre eigene Geschichte. Damit sind wir als Kirche mitten in der Gesellschaft, denn die kritische Prüfung und Weiterentwicklung von gesellschaftlichen sowie geschlechterbezogenen Problemlöseansätzen ist in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte immer wieder angefragt.

Wir sehen in dem Projekt über die sächsischen Grenzen hinaus und setzen uns auch mit Frauenbiografien in den benachbarten Bundesländern sowie in Polen und Tschechien auseinander. Dabei nehmen wir wahr, dass sich in den Erzählungen teilweise sehr unterschiedliche Motivation für politische Mitgestaltung zeigen.

Die alleinstellende Perspektive der Frauenarbeit der Ev.-Lutherischen Landeskirche Sachsens umfasst dabei – in Abgrenzung zu bereits bestehenden Projekten – insbesondere Frauen, deren Biografie durch den Kontakt zu oder die Prägung durch ein kirchliches Umfeld einen entscheidenden Impuls erfahren hat, sich ehrenamtlich oder hauptamtlich gesellschaftlich zu engagieren.

Wir wollen ebenfalls sicherstellen, dass die Erfahrungen mehrerer Frauengenerationen einbezogen werden, wenn wir fragen: „Konnte Kirche als Impulsgeberin, Öffnerin und Hüterin eines geistigen Freiraumes  Frauen inspirieren? Und kann sie es jetzt?“

Bisher sind in Zusammenarbeit mit Romy Köhler (Historikerin, Berlin) Interviews mit insgesamt zehn Frauen geplant und teilweise bereits durchgeführt worden. Der erste Teil der Roll-up-Ausstellung ist bereits umgesetzt und reiste am 17. September zu einer Podiumsdiskussion ins Landeskirchenamt nach Erfurt und Anfang Oktober zu einem Rüsttag nach Schmiedeberg.

Die nachhaltigere Form der Ausstellung wird nach Abschluss des Projektes im Internet zu sehen sein. Dort ist es möglich, zu einzelnen Lebenswegentscheidungen der portraitierten Frauen in die Tiefe zu gehen und auch Fotomaterial anzuschauen. An der Umsetzung der virtuellen Ausstellung arbeiten wir aktuell.

Fühlen Sie sich eingeladen, die Ausstellung im Rahmen Ihrer haupt- oder ehrenamtlichen Tätigkeit auch anderen Menschen zugänglich zu machen. Sobald die insgesamt 11 Roll-ups zur Verfügung stehen, informieren wir Sie zu den Leihbedingungen und unterstützen Sie gern bei der Präsentation mit weiterem Material.

Werbeflyer | PDF

Kontakt: Astrid Withulz | Frauenpolitische Bildungsprojekte
Projektkoordination FrauenLebenDemokratie | Büro: 0351.8124 213


Informationen aus dem Arbeitsbereich Frauengesundheit / Müttergenesung

Das Müttergenesungswerk feiert in diesem Jahr das 70. Jubiläum. Ein Jubiläum in einer Zeit, in der sich zeigt, wie aktuell und bedeutsam die Umsetzung der Idee von Elly Heuss-Knapp, der Gründerin, bis heute ist.

Vor allem Mütter und Pflegende Angehörige sind in der Zeit während des Lockdowns wegen der Corona-Pandemie noch mehr unter Druck geraten und hatten viele zusätzliche Aufgaben zu bewältigen. Dabei waren sie noch viel mehr als sonst auf sich allein gestellt.

Fast alle Kliniken waren für mehrere Wochen geschlossen. Mit großer Anstrengung ist es gelungen, dass die Mutter-Vater-Kind-Kliniken unter den Corona-Rettungsschirm der Bundesregierung genommen wurden. Seit August sind nun alle Kliniken wieder geöffnet, dürfen aber in den meisten Bundesländern noch nicht wieder bis zur notwendigen Auslastung belegt werden. So sind sie in ihrer Existenz auch jetzt noch nicht vollständig abgesichert.

Durch die Schließung und Minderbelegung der Kliniken verlängern sich die Wartezeiten für die Aufnahme. Für ohnehin belastete Familien ist diese Wartezeit schwer zu überbrücken. Das stellt die Beratungsstellen vor neue Herausforderungen und bringt viel Abstimmungsbedarf mit Kliniken und Kostenträgern mit sich.

Die jährliche Sammlung des Müttergenesungswerkes wurde auf den Herbst verschoben. Wir bitten Sie alle herzlich um Unterstützung. Bitte erinnern Sie in Ihren Kirchgemeinden und Gemeindekreisen an diese Sammlung. Mit diesem Geld unterstützen wir Mütter – vorwiegend Alleinerziehende und Frauen in Beschäftigungsverhältnissen mit geringem Einkommen – für die eine Kurmaßnahme eine zusätzliche finanzielle Herausforderung bedeutet.
Vielen Dank!

Christiane Händel | Referentin Frauengesundheit und soziale Fragen| Foto: Müttergenesungswerk


RettungsschirmFamilien helfen – Corona-Rettungsschirm für Mutter-Vater-Kind-Kurkliniken verlängern!

Familien sind in dieser Zeit hohen Belastungen ausgesetzt. Für manche Mütter, Väter und pflegende Angehörige hat die Versorgung der Familie, Homeoffice und Homeschooling zu einer großen Erschöpfung geführt.
Umso wichtiger ist die Arbeit des Müttergenesungswerks! Viele der Kurkliniken sind jedoch in ihrer Existenz gefährdet!
Familien sind systemrelevant und brauchen Ihre Unterstützung! Bitte unterstützen Sie diese Online-Petition durch Ihre Unterschrift.
Vielen Dank!

www.change.org/FamilienRettungsschirm


Weltgebetstag 2021

Der Weltgebetstag 2021 widmet sich Vanuatu (Föderierte Staaten von Mikronesien).
Die Frauen von dem Inselstaat Vanuatu schenken uns den Gottesdienst zum Thema: „Worauf bauen wir?“
Vanuatu ist mehr als alle anderen Länder dieser Erde vom Klimawandel bedroht. Bereits jetzt müssen kleinere Dörfer am Meer umziehen, den Berg hinauf oder weiter in das dichte Hinterland.
Das Corona-Virus hat die bundesweiten Werkstätten im Sommer zu Onlinewerkstätten gemacht. Dies war für alle Teilnehmenden eine besondere Erfahrung. Wir hoffen, dass alle geplanten Werkstätten in Sachsen wie gewohnt ablaufen können, da meines Wissens auch die Räumlichkeiten groß genug sind.
Bitte halten Sie bei den Werkstätten alle Hygienemaßnahmen ein! Viele Materialien und Ideen finden Sie unter https://weltgebetstag.de/aktueller-wgt/vanuatu/.
Hier gibt es auch das Rezept für einen leckeren Ingwerkuchen, der die Wartezeit auf den WGT versüßen kann.

Peggy Rühle | Referentin im Reisedienst
Das Gemälde zeigt die Situation auf Vanuatu, als der Zyklon Pam 2015 über die Inseln zog
(Bild: Juliette Pita, siehe https://weltgebetstag.de/aktuelles/news/worauf-bauen-wir/)


Frauenarbeit vor Ort in Zeiten der Pandemie

Der Ausbruch der Coronapandemie und die damit einhergehenden Schutzmaßnahmen wirken sich auch auf die Frauenarbeit vor Ort aus. Während der strengen Kontaktbeschränkungen haben viele Frauen in den Gemeinden Kontakt über Telefon, email u.a. miteinander gehalten und sich gegenseitig begleitet und gestärkt. Auch wir Referentinnen im Reisedienst sind im Kontakt mit den Frauen vor Ort geblieben, so gut wie es uns möglich war. Nun können Gruppentreffen in den Gemeinden wieder stattfinden. Auch die Mitarbeiterinnenbesprechungen in den Kirchenbezirken sind wieder möglich. Vielerorts erleben wir die Frauengruppen sehr kreativ dabei, unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen Möglichkeiten für Begegnung und thematische Arbeit zu schaffen. Im Sommer wurden die Kirchgarten oder auch eigene Gärten für Treffen genutzt.

Mit Beginn der kalten Jahreszeit gibt es neu zu bedenken, welche Räume geeignet sind für Gruppen und Kreise. Dabei ist neben Abstandsgebot/Maskenpflicht und Desinfektion zu beachten, dass die Materialverwendung gut bedacht wird. Es sollte darauf verzichtet werden, Material von Hand zu Hand weiterzugeben. Auch Gruppenarbeiten oder kleine Gruppen im engen Gespräch sind ungünstig. Bitte achten Sie bei der Aufbereitung Ihrer Themen auch darauf, dass sie keine direkten Interaktionen zwischen den Teilnehmerinnen beinhaltet und Material, z.B. Bilder zum Anschauen, nur die Vortragende zeigt bzw. jede Teilnehmerin ihr eigenes Bild bekommt, was sie dann auch mit nach Hause nehmen kann.

Peggy Rühle | Referentin der Frauenarbeit